Solare Trocknung (Hackschnitzeltrocknung)

Hackschnitzeltrocknung durch solare Energie:

  • Nutzung regenerativer Energien
  • Einsparung fossiler Brennstoffe
  • Sehr leichte Bauweise (wenig statische Belastung für landwirtschaftlich genutzte Hallen, z. B. zur Hackschnitzeltrocknung)
  • Einsparung energieintensiver Herstellungsprozesse von Absorbermaterialien wie z. B. dickwandigen Aluminiumprofilen
  • Geringe Anschaffungs- und Betriebskosten
  • Hohe Wirkungsgrade

Der Prozess zur Hackschnitzeltrocknung, sieht sich einigen Herausforderungen gegenüber. Klassische Systeme nutzen nahezu ausschließlich fossile Brennstoffe (Öl, Gas), die hohe Betriebskosten und CO2-Emissionen mit sich bringen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde durch ein Konsortium das Projekt SolIntro entwickelt, das darauf ausgerichtet ist unterstützend Sonnenenergie zur Erwärmung der im Prozess benötigten Luft zu nutzen. Dafür wird durch Solarkollektoren die Luft vorerwärmt, sodass diese durch den nachgelagerten Warmlufterzeuger nur noch mit deutlich geringerem Energieeinsatz auf die benötigte Temperatur erwärmt werden muss. Bisher am Markt erhältliche Systeme, greifen dafür auf Luftkollektoren aus Metall zurück, die aufgrund ihres hohen Gewichts für die Installation auf landwirtschaftlichen genutzten Hallen (z. B. zur Hackschnitzeltrocknung) nicht geeignet sind. Aus diesem Grund wurde ein Solarluftkollektor entwickelt, der zu einem Großteil aus Kunststoff besteht. Lediglich der Absorber wird aus Aluminium gefertigt. Dabei konnte das Gewicht der Kollektors um das vierfache reduziert werden, sodass der Einsatz für die Hackschnitzeltrocknung nun möglich ist. Der entwickelte Solarluftkollektor erzielt Wirkungsgrade von über 80 % und liefert eine Luftaustrittstemperatur von bis zu 90 °C und ist damit deutlich effizienter und leistungsstärker als bisherige Luftkollektoren.

Als Teil diese Konsortiums fungiert nordluft als Systemhersteller und Forschungspartner. Das Potenzial des Systems geht über die Hackschnitzeltrocknung hinaus und verspricht als zukunftsweisendes Projekt, regenerative Energien weiterhin zielgerichtet einzusetzen. Aus diesem Grund wird das Projekt SolIntro gefördert und betreut durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

Forschungspartner:

Fraunhofer-Institut ICT

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft

HTCO GmbH